Rage Wiki
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Rage 2 ist Bethesdas letzte große Veröffentlichung und wurde gerade erst mit neuem Inhalt versorgt, welcher auf der E3 einen nicht gerade kleinen Teil von Bethesdas Showcase ausgemacht hat. Bei Rage ist der Name Programm: Das spaßige Gemetzel mit Suchtpotenzial glänzt mit Kämpfen, Explosionen und allen möglichen Gadgets und Fähigkeiten, die das Abschlachten der Gegner nur noch kreativer ermöglichen. Achja, eine Story gibt es wohl auch. Aber ist das schon einen Vollpreistitel wert?


Die Story

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Es gibt eine Story, mehr braucht man eigentlich nicht zu erwähnen, denn viel mehr kann man auch nicht sagen. Grob zusammengefasst (ohne große Spoiler natürlich): Der fiese Anführer der fiesen Obrigkeit (nicht meine Worte, sondern die des Spiels), General Cross, hat den letzten Serienableger überlebt und tötet direkt zu Beginn die Ziehmutter des Spielercharakters. Wir müssen nun drei Experten aufsuchen, die uns beim Rachefeldzug unterstützen sollen. Jeder gibt uns einen Auftrag, lässt uns dann eine gewisse Anzahl an Nebenmissionen erledigen und gibt uns dann eine neue Mission. Haben wir dieses Prozedere drei Mal durchlaufen, erhalten wir einen Panzer, mit dem wir – naja, ihr wisst schon. Die Story hat weder Tiefgang, noch wird sie sonderlich spannend erzählt. Vor allem das aufgezwungene Abklappern repetitiver Nebenmissionen wird sehr schnell eintönig. Aus dem Hause Bethesda hätte ich wahrlich mehr erwartet. Aber wichtig ist die Story ohnehin nicht. Sie bietet vielmehr nur den Rahmen für das Gameplay.

Das Gameplay

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Beim Thema Gamesplay fasst es „Metzeln“ ziemlich gut zusammen. Einen anderen Anspruch darf man an das Gameplay auf keinen Fall haben. Das Spiel ist schnell und effektüberladen, wir haben dutzende Möglichkeiten einen Gegner auszuschalten, die wir nach und nach an mehreren Skillbäumen freischalten. Die Gegner an sich sind keine Herausforderung, treten aber in großen Gruppen auf und werfen gerne auch mal mit Granaten um sich. Der Normal-Schwierigkeitsgrad kommt mir verhältnismäßig etwas leicht vor, an den höheren Schwierigkeitsmodi hatte ich jedoch zu kauen. Mit der Zeit erhalten wir diverse Waffen, die zwar nicht wirklich außergewöhnlich sind, aber ein abwechslungsreiches Kampfgeschehen ermöglichen. Im Großen und Ganzen ist das Gameplay sehr gut gelungen und hat definitiv Suchtpotenzial, das es jedoch nur sehr selten entfaltet. Außerhalb der Storymissionen ist man die meiste Zeit damit beschäftigt, mit einem gepanzerten Auto von Auftrag zu Auftrag zu reisen.

Die Fahrzeuge

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Das Hin- und Herreisen ist allerdings nicht der einzige Sinn der Fahrzeuge. Die Panzerung beschützt uns vor gegnerischen Attacken, während wir mit verschiedenen Waffenaufsätzen die Gegner selbst unter Beschuss nehmen. Im Kampf gegen die deckungslosen Feinde, die uns auf der Straße „auflauern“, sind die meisten Fahrzeuge deutlich zu mächtig. Schließlich kann man schon mit einem der am leichtesten zu bekommenden Autos Atomraketen verschießen – am einfachsten ist aber natürlich das Überfahren der Gegner. Später freischaltbare Panzer nehmen nur von sehr speziellen Waffen überhaupt Schaden und auch dann nur wenig. Eine Herausforderung sucht man hier lange vergebens. Das ändert sich glücklicherweise mit den (leider relativ selten in Erscheinung tretenden) Kriegshorden, die sehr an Mad Max erinnern. Hier brauchen wir einen fahrbaren Untersatz mit der perfekten Mischung an Panzerung, Bewaffnung und v. a. Geschwindigkeit, eine sehr seltene Kombination.

Die Spielwelt

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Karg und zerstört, so sehen die bekannten postapokalyptischen Szenarien für gewöhnlich aus. Rage bildet hier auf den ersten Blick keine Ausnahme, aber in den Kämpfen wird der Bildschirm trotzdem vor Farben nur so strotzen. In der Spielwelt gibt es einige Siedlungen mit unterschiedlichen Design-Ansätzen. Allgemein wirkt die Welt gut überlegt und bietet auch abseits der auf der Karte markierten Fragezeichen hin und wieder nette Überraschungen. Viel zu erkunden gibt es jedoch nicht, stattdessen versucht das Spiel vergebens, den Spieler mit seinen plünderbaren Schauplätzen in eine Loot-Spirale zu führen. Das Ödland macht trotzdem Spaß und fällt innovativer aus als die lahme Story vermuten ließe.

Fazit

Rage 2 bietet einiges an kurzweiliger Action, jedoch immer wieder unterbrochen von langwierigen Dialogen und Reisen, bei denen so gut wie gar nichts geschieht. In seinen besten Momenten fesselt das Spiel aber sehr. Ohne eine gute Story ist die Langzeitmotivation leider eher niedrig, daran ändert auch das neue Update nichts. Die Spielwelt wirkt liebevoll designt und auch das Missionsdesign der Nebenaufgaben ist nicht so schlimm wie befürchtet, trotzdem kann ich das Spiel beim derzeitigen Preis noch nicht guten Gewissens empfehlen, wartet lieber auf einen Sale.

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editorial
Kun Skywalker kam anfangs durch die Pokémon-Spiele zum Gaming, inzwischen gehen seine Interessen allerdings eher in Richtung Action- und Rollenspiele. Ob Fallout, Skyrim oder Assassin's Creed: Solange ein Spiel eine Open World hat, sieht er es sich zumindest einmal an. Seine Videospiel-Vorlieben werden allerdings von seiner Liebe für das Star-Wars-Franchise übertroffen. Dass er sich hier kaum eine Neuerscheinung verkneifen kann, stört vor allem seinen Geldbeutel.

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